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Die letzten 3 Monate oderso

Autor: Matthis | Datum: 28 Dezember 2017, 14:42 | 0 Kommentare

Hallo ihr Lieben!

Ja, ich weiß! Ich habe die letzten 3 Monate keinen Blog verfasst und für alle, die nicht wöchentlich von mir hören, ist das eine ziemlich lange Wartezeit. Ich behaupte jetzt einfach mal, dass je länger der Abstand zwischen Blogabständen ist, desto besser geht es mir. Mir gehts also sehr gut. Manchmal sogar zu gut, weshalb ich zwischen durch immer mal wieder ein schlechtes Gewissen habe, wenn die anderen Freiwilligen von ihren Problemen erzählen. Während einige nämlich mit Problemen wie "Homophobie" oder "Gewalt an Schulen" Tag für Tag zu kämpfen haben, so sind es bei mir "nur" Gang-Gewalt und Armut. (Bekomme von der Gewalt kaum was mit)Aber gut. Ich denke ich werde nun wieder in alte Muster zurückfallen und euch über bestimmte Themenpunkte spezifischer berichten.Die Arbeit:

Ja mhm... Also. Da wir Woche für Woche einen realtiv ähnlichen Ablauf haben, möchte ich hier nur von meinen persönlichen Highlights berichten. Mein erstes Highlight mag für einige von euch schwierig zu verstehen sein, oder ihr würdet es vielleicht einfach nicht als Highlight einordnen. Es ist die Beziehung zwischen den Teilnehmern und uns. Ich denke nämlich, dass wir inzwischen von Allen als Autoritätspersonen anerkannt werden, was die Arbeit deutlich erleichtert und sie auch deutlich spaßiger macht.

Das zweite Highlight dürfte unsere Weihnachtsfeier mit den Kleinen und den Älteren gewesen sein. Ich fange mal ca. einen Monat vor der Weihnachtsfeier an zu erzählen. Das dürfte Mitte November gewesen sein, wo Malany (Programmkoordinatorin) uns in einem Meeting erklärte, was die meisten Kinder zu Weihnachten bekommen. Geschenke im deutschen Sinne kennen die meisten Kinder nämlich nicht... Denn abgesehen von einer kleinen Minderheit die tatsächlich Geschenke bekommt, erhält der Rest fast nichts, wobei dahingestellt sei, ob es dabei finanzielle Gründe oder Andere sind. Dieses Meeting war dann der Startschuss für uns, also Emma, Mirko, Tabea, Piet und mich, um den Kids mit kleinen Geschenken das Fest zu verschönern. Wir hatten glücklicherweise noch einen relativ großen Betrag im Budget, der sich aus kleinen Spenden von überall her zusammsetzte. Von Beginn verfolgten wir dann eine spezifische Geschenkidee: Batik-Shirts für alle Teilnehmer. Undja, es ist mega zeitaufwendig und ne absolute Drecksarbeit, aber die Endergebnisse und die lachenden Gesichter der Kinder, konnten sich echt sehen lassen! Zusätzlich dazu erhielten sie dann noch Süßigkeiten, Schulutensilien, Hygieneprodukte und Süßigkeiten.

Matthis - Allein zu Haus:

Schon vor der Weihnanachtsfeier war ich zum ca. fünften Mal mit Magen-Darm Zu Hauseund hatte es diesmal sogar geschafft, Piet und Tabea ebenfalls anzustecken. Klasse Matthis! Glücklicherweise konnten wir dann doch noch halb fit an der Weihnachtsfeier teilnehmen. Toll! Eigentlich. Mein super Darm hatte nämlich was anderes mit mir vor, anstatt wieder fit zu werden. 1 1/2 Wochen vor Ferienbeginn machte er sich nämlich wieder bemerkbar und siganlisierte mir, dass ich nun wieder eine wortwörtliche "Scheiss-Zeit" haben würde. Ich ging also zum ersten Mal hier zum Arzt, welcher mir was gegen meine akuten Symptome verschrieb. Und tatsächlich schien es erst so, also würde es helfen. Da das unangenehme Gefühl in meinem Darm jedoch nicht verschwand und auch der Durchfall nicht von meiner Seite weichen wollte, stand ich am nächstmöglichen Termin beim Arzt auf der Matte. Es stellte sich dann heraus, dass es eine Art Darmentzündung war, welche ich dann mit Hilfe von Antibiotika in ca. einer Woche loswurde. 

Die Freizeit:

Oh man... Wir haben tatsächlich super viel gemacht, aber ich werde mich mal trotzdem kurz halten, um euch nicht zu Tode zu langweilen. Als Erstes waren wir mal wieder ganz oft wandern und das war immer voll schön undso. Immer die gleiche Leier, ich weiß. Aber am Ende wart ihr nun doch nicht dabei. Aber kein Problem. Macht eure Augen zu, stellt euch ne richtig schöne Aussicht aufs Meer vor, dann noch ein paar Berge im Hintergrund und Zack. Kapstatdt.

Am 11. November waren wir dann bei einer Vorlesung von der ehemaligen Anwältin Neslon Mandelas (Priscilla Jana), die inzwischen in der Regierung tätig ist. Wir waren alle sehr gespannt darauf, doch leider lief es ganz anders ab, als wir gedacht hatten. Denn anstatt etwas über ihr Wirken als Mandelas Anwältin zu lernen, wurde es zu einer Beschwerde-Runde der älteren weißen Oberschicht über die politischen Zustände in Südafrika. Dort fielen mir dann einige Dinge auf. 1. Die Probleme basieren auf dem Nachwirken des Apartheit, weshalb die sich dort befindlichen Personen, theoretisch mal ganz leise sein sollten. Sie betreffen die Personen also kaum, sondern viel mehr fürchten sie um kleine Teile ihres Geldes welches sie auch unrechte Weise erhielten, während andere Tag für Tag um ihr Leben kämpfen aufgrund ihrer Benachteilgungen im Leben. 2. Die ehemalige Anwältin kann doch auch nicht mit dem Finger schnipsen und auf einmal sind alle Probleme im Land gelöst. Stattdessen verwies die Frau sehr schlagfertig auf die Instanzen mit denen man gegen den Staat vorgehen könnte, wenn man denn tasächlich wollte. Ich außerdem alle Leser hierbei zu beachten, dass extrem viel persönliche Meinung hier einfließt, d.h das andere Besucher es möglicherweise nicht so sehen wie ich.

Zwischen diesen wenigen Events haben wir natürlich noch einen Haufen anderer Dinge erlebt, wie z.B. eine muslimische Hochzeit usw. Ich möchte nun aber zum 24ten Dezember springen, damit der Blog nicht zu lang wird! Die Weihanchtszeit. Eine Zeit in denen die meisten Freiwilligen den Höhepunkt ihres Heimwehs erleben. Glücklicherweise kam unsere WG fast komplett ohne Heimweh aus. Ich persönlich aus dem Grund, weil ich mir von Anfang an klargemacht habe, dass dieses Jahr vieles anderes werden wird. Trotzdem habe ich meine Familie in der Heimat vermisst, nur liefert meine WG eine gute Ersatzfamilie, mit der man auch mal Weihnachten feiern kann. Nachdem wir also am 24ten den kompletten Vor- und Nachmittag für unsere kaum verspätete Geschenk- und Essenssuche nutzen, konnten wir (Tabea) gegen 20 Uhr endlich anfangen zu kochen. Ein drei Gänge Menü, mit einer Tomatensuppe als Vorspeise; Spinat, Kartoffelbrei und Spiegeleiern als Hauptspeise und Frucktspießen mit Schokoladenglasur als Dessert. Mag sehr üppig wirken, doch uns schmeckte es sehr gut. Dankie Tabea! Unsere Bescherung fiel dann ebenfalls kleiner als sonst aus, doch wenn man betrachtet was wir über die Kinder hier und deren Weihnachten gelernt haben, so können wir uns trotzdem sehr glücklich schätzen!

Ich denke dabei werde ich es für diesen Eintrag belassen. Ich hoffe ihr habt euch gefreut, wieder etwas von mir zu hören und vielleicht konnte ich euch ja ein kleines Lächeln ins Gesicht zaubern. Ihr könnt mir außerdem immer gerne schreiben, was ihr von dem EIntrag gehalten habt.

Achja "Afrikaans" kann ich immer noch nicht... In diesem Sinne,

Totsiens,

euer Matthis

 

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