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Affenüberfall und mein 19. Geburtstag

Autor: Matthis | Datum: 20 Oktober 2017, 08:48 | 0 Kommentare

Hallo und guten Morgen an alle Lesenden,

zu Beginn möchte ich mich erstmal bei euch bedanken. Die Komplimente, die mich bezüglich meiner Blogeinträge und des Schreibstils erreichen, berreichern jedes Mal meinen Tag! Deshalb werde ich versuchen, diesen Schreibstil beizubehalten. Einige wird in den kommenden Wochen schon der erste Rundbrief erreichen, auch wenn ich mich nicht wirklich überwinden kann, die Ausarbeitung davon zu beginnnen.

Kommen wir nun zu den Erlebnissen der vergangenen Wochen...Die Arbeit:

Ich wurde nun schon einige Male gefragt, ob ich nochmal genauer beschreiben könnte, was genau ich mache. Deshalb habe ich mir überlegt, einen Tag beispielhaft zu beschreiben:

8:30: Wir trudeln bei der Arbeit ein, begrüßen alle und ziehen uns in unser Büro zurück. (Erstmal richtig wach werden...)

9:00-10:00: Meistens betreiben wir in diesem Zeitraum, Recherche zu Gruppenspielen, Bastelideen oder Themeneinheiten für das Aftercare.

10:00-11:00: Nun haben wir ein Meeting mit Malany. Malany ist die Leiterin des Aftercares, welche dann mit uns die vergangenen Sessions bespricht und die kommenden mit uns plant.         (-> Welches Programm an welchem Tag stattfindet, erläutere ich in einem der vergangenen Blogeinträge.)

11:00-12:30: In diesem Zeitraum planen wir den Ablauf der Session, verteilen Rollen und stellen uns schon mal auf den einen oder anderen Störenfried ein, der den Ablauf in irgendeiner Weise behindern könnnte. 

12:30-13:00: Mittagspause. Oder genauer gesagt, die Ruhe vor dem Sturm. 

13:30: Störenfried 1,2 und 3 sind endlich da und sorgen dafür, dass wir sie in der Halle überwachen müssen und die angenehme Planungszeit sich dem Ende zuneigt...

15:00-16.45: Nachdem wir die Früchte, Getränke und das Essen geholt und alles auf Tellern verteilt haben, beginnt das Aftercare mit einer Begrüßungsrunde im Kreis. Danach kommen unsere Planungen ins Spiel, jeder übernimmt den zugeteilten Part und meistens macht es echt Spaß. Nicht weil wir Freiwilligen so toll mitmachen, sondern vielmehr weil ich inzwischen Freude am Spaß der Kinder habe. Denke so ähnlich fühlen sich Eltern, die mit ihren Kindern einen Freizeitpark besuchen.

16:45-17:00: Am Ende gibt es für jedes Kind eine Frucht und sie gehen nach Hause. Wir haben nun noch eine kurze Besprechung über die vergangene Session und denken über Verbesserungen nach.

Das wäre dann ein verallgemeinerter Tagesablauf. Jedoch wollte ich eigentlich zu der Arbeit sagen, dass ich hier an meinen Aufgaben wachse. Ein Bsp. dafür wäre meine Angst vor großen Gruppen zu sprechen, die sich Tag für Tag weiter abbaut! Außerdem haben wir eine Dropbox eingerichtet, in der wir alle Planungen, Recherchen etc. abspeichern. Dieses System ist unglaublich bereichernd, da es verhindert, dass wir irgendwas vergessen und es dürfte den nächsten Freiwilligen den Einstieg erleichtern.

Unsere Tour zum Cape Point:

Der Cape Point ist ein Kliff am Ende der Kap-Halbinsel, welches in dem Cape Point Nationalpark liegt. Als wir nach einer einstündigen Fahrt endlich am Tor zum Nationalpark angekommen waren, waren wir super glücklich. Ich, Sparfuchs der Gruppe, hielt 130 Rand (ca. 8 Euro) für zu viel, wurde aber letzendlich zum Glück überstimmt. Nochmal 30 min durch den Nationalpark gefahren und dann waren wir endlich angekommen. "Nur dieser eine Vollpfosten, der mitten auf der Straße steht und mit seinem Hund spielt, hält uns noch vom parken ab." Meine Gedanken stellten sich nach ein paar Sekunden als sehr unfair heraus, denn er spielte nicht mit seinem Hund, sondern vielmehr rannte er vor einem Pavian davon, der ihm sein Essen klauen wollte. Von der Fahrt ausgehungert, schnappte ich mir natürlich ohne jegliche Überlegung, die Chips aus dem Kofferraum. "Die Schilder, auf denen man davor gewarnt wird, kein Essen mitzunehmen, werden wohl nur auf Einzelfälle bezogen sein", dachte ich mir. Waren sie leider nicht! 30 Sekunden später wurde ich von einem Pavian verfolgt und konnte mich gerade so mit meinen Chips retten. Der Rest des Trips wurde dann fast zur Nebensache, da ich leicht unter Schock stand. Ich werde zu diesem Ausflug einige Bilder hinzufügen, denn auch mit einem kleinen Schock, war der Ausblick noch überwältigend!

Mein 19. Geburtstag:

Der erste Geburtstag im Ausland und ehrlich gesagt, habe ich mir nicht wirklich viel erhofft. Aber der Schokokuchen und die Geschenke meiner Mitbewohner, das Geburtstagsvideo meiner Familie und die anderen Glückwünsche von Freunden, Familie und Kollegen, versüßten mir direkt mal den Tag. Ja Mama und Tina, eure Pakete sind immer noch nicht angekommen... Aber falls sie noch ankommen sollten, so werde ich genauso glücklich sein, wie wenn sie pünktlich angekommen wären! Anders als an allen vorherigen Geburtstagen war, dass Oma und Opa nicht zum Kuchenessen kamen, aber immerhin war das Wetter genauso scheiße wie jedes Jahr. Mit einem Training im Fitnesstudio und einem gemeinsamen Abend im Resturant ließen wir den Abend dann gemeinsam ausklingen. Ein sehr gelungener Tag! 

Das Diwali:

Das Diwali (Fest der Lichter) ist im Hinduismus ein Fest, dass nach Kims Wortlaut "Weihnachten ähnelt". Umso mehr fühlten wir uns geehrt, als unsere Programmmangerin Kim, uns zu diesem Fest einlud. Sehr nervös dort eingetroffen, beruhigte uns die entspannte Atmosphäre auf Anhieb. Nach ersten kleinen Unterhaltungen, bat Kim uns mit dem Essen zu Beginn. Nachdem wir einen Crashkurs im "mit den Händen essen" bekommen hatten, konnten wir uns endlich dem Essen widmen. Meine Nase, die nach einer Sekunde anfing zu triefen, signalisierte mir dann auch direkt, dass das Essen sehr scharf ist. Naja lecker war es trotzdem. Auf das Essen folgten dann Diskussionen zu Themen wie z.B Zukunft, Politik in Deutschland und natürlich Nordkorea und Amerika. Die dürfen ja aktuell in keinem Gespräch fehlen. Zu Abschluss eines sehr gelungenen Abends bekamen jeder noch riesiege Wunderkerzen, die wegen des Diwalis die Nacht erleuchten sollten. 

Der Career Day:

Ehrlich gesagt weiß ich nicht, ob vor dem gestrigen Tag, sowas jemals in der Lavender Hill Highschool stattgefunden hat... Traurig eigentlich, wenn man bedenkt, dass den Kindern in diesem Bezirk schon gar kein Schulabschluss zugetraut wird. (Vorurteil) Jedes Jahr schließen Schüler dort mit der Matric, einem dem Abitur gleichkommenden Abschluss, ihre Schullaufbahn ab. Aber was bringt einem dieser Abschluss, wenn man am Ende wegen fehlender Informationen unter seiner Preisklasse arbeitet? Nichts! Deshalb hat eine Mitarbeiterin aus der NWF, kurzerhand einen Career Day/Zukunftstag auf die Beine gestellt. Dort erhielten die Schüler erstmalig Informationen von z.B der Polizei oder dem False Bay College über mögliche Zukunftswege. Wie wichtig das für einige Kinder wirklich ist, möchte ich mir eigentlich gar nicht ausmalen. Auch wenn einige diesen Vorträgen keine Aufmerksamkeit schenkten, so glaube ich doch, dass der Großteil der Schüler davon sehr profitiert hat.

Abschließen möchte ich den heutigen Bloeintrag mit einem Fun Fact: Im November 1998 hat Nelson Mandela die New World Foundation besucht und er stand im Kindergarten genau da, wo ich auch vor 2 Wochen stand. Ist glaube ich gar nicht so cool wie ich es in dem Moment fand, aber was solls.

Schönen Tag euch Allen und ich freue mich sehr, dass ihr meinen Blog immernoch lest.

Matthis


 

 

 

 

 

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